JoschAudio    
         343 m/s = natürliches HiFi-Stereo     

Der historische Denkfehler des HiFi - 
und die Einsicht meiner eigenen Dummheit.

Um zu dieser Erkenntnis zu gelangen braucht es keinen Spezialisten.


Gesunder Menschenverstand genügt — wenn man einmal verstanden hat

dass wir keine Töne hören, sondern ausschließlich Schall auswerten, der uns 

mit endlicher Geschwindigkeit erreicht.



Und gleich vorneweg 

die unbequemste Frage an die HiFi-Branche.


Eine Frage, die ich mir selbst 

— aus eigener Blindheit oder Hörigkeit — 

viel zu spät stellte:


Fakt ist: Im echten Leben können wir Räume und Ereignisse 

ausschließlich aus den Laufzeiten von Schall erkennen.  


Warum können selbst eure edelsten Anlagen solche

Laufzeitstrukturen nicht unverfälscht übertragen?




Unser Gehör reagiert seit Millionen Jahren auf Zeitunterschiede. Es schaltet nicht 

plötzlich auf Klangfarben, Materialien oder Marketingbegriffe um, wie man uns 

glauben machen will. 

Das Fundament irdischen Hörens zu ignorieren und trotzdem echte Wiedergabe 

zu erwarten, ist ein kapitaler Denkfehler... 


...doch nicht diese Erkenntnis ist radikal. 

Radikal erschreckend ist nur, 

wie lange wir das Offensichtliche übersehen haben.




Was hier eigentlich schiefgelaufen ist

Das Problem liegt nicht in einzelnen Geräten. Nicht an den Ingenieuren. Nicht 

in den Materialien. Sondern in einer historischen Verkürzung der Fragestellung. 

Die HiFi-Industrie hat uns beigebracht, Schall als Signal zu betrachten —

ihn selbst jedoch nie vollständig zu Ende gedacht.



Für das Gehör ist Schall kein abstraktes Signal, 

sondern ein Zeitüberträger räumlicher Vergangenheit – 

in unsere erlebte Gegenwart. 

(Diesen Satz darf man mehrmals lesen...)


Und ausgerechnet dieser fundamentalste Schritt 

wurde ignoriert und übersprungen: 


Die biophysikalische Grundlage des irdischen Hörens.




Man optimierte stattdessen:


  • Frequenzgänge
  • Verzerrungen
  • Dynamikbereiche
  • Rauschabstände


Alles technisch korrekt. 

Doch die entscheidende Frage blieb unbeachtet — 

und wurde folglich nie gelöst: 



Ob die zeitlichen Feinstrukturen des Schalls durch 

die gesamte Gerätekette hindurch bis zu den 

Lautsprechermembranen erhalten bleiben.



  • Versteht man Hören als Klangbewertung,

entstehen Geräte für Klang.


  • Versteht man Hören als Zeitwahrnehmung,

müssten Geräte Raumereignisse hörbar machen.




Diese zweite Sichtweise hat sich nie als Leitmaßstab durchgesetzt. 

Nicht aus Absicht. Sondern weil der Fokus historisch auf Messbarkeit, 

Elektronik und Marketingkriterien 

festgelegt wurde — 


und nicht auf der vollständigen Erforschung 

der biologischen Funktion unseres Gehörs.



So entstand eine Industrie, die technisch immer besser wurde, 

aber an der zeitbasierten Funktionsweise 

unseres Gehörs vorbeientwickelte.




Stattdessen wurde das Marketing immer lauter

Kann ein System das biologische Wahrnehmungskriterium nicht abbilden,
muss seine Bedeutung außerhalb dieser 

Funktion begründet werden:


  • über den Glauben
  • über Begriffe
  • über Prestige
  • über „Klangsignaturen“
  • über Preisstufen



Das soll kein Hinweis auf Täuschung sein.
Es ist jedoch die Erklärung für den Erfolg der Branche —
der nur möglich wurde,


weil das fundamentale Qualitätskriterium von Musikwiedergabe —
der wirkliche Stereogedanke —
nie eindeutig definiert wurde als:


Übertragung zeitlicher Raumvergangenheit.




Der Kern dieser Erkenntnis

Mit der Einsicht, 

dass Musik als zeitstrukturierter Schall gehört wird, 

verschiebt sich das Bewertungssystem vollständig.


Nicht mehr: „Wie klingt es?“
Sondern: „Wann?“


Also: Überträgt die Anlage ein zeitlich kohärentes Raumereignis?“


Die Branche hat Musikhören technisch modelliert — 

aber biophysikalisch nie vollständig zu Ende gedacht. 


Auch das bitte nicht als Angriff werten. 

Es ist ein notwendiger Hinweis


auf einen historisch gewachsenen, grundlegenden Denkfehler.




Doch kein Grund zur Panik. 



Die zeitliche Struktur von Schall zu erhalten
ist keine Glaubensfrage.


Es ist nichts anderes als das einfache Hören
im Gedanken der Stereophonie
konsequent zu Ende gedacht und umgesetzt.



Es ist eine weitere physikalische Aufgabe.

Und sie ist ergänzend lösbar.



HiFi kann so erweitert werden,
dass es uns die zeitliche Differenzierbarkeit von Schall
bis an die biologischen Grenzen unseres Gehörsinns überträgt.


Nicht durch Magie.
Nicht durch Marketing.
Sondern durch konsequente Anwendung notwendiger Physik.


Und genau dort beginnt echte Musikwiedergabe.



Das System HiFi war limitiert gedacht. 

Wir können es weiterentwickeln:


👉 Wie man Stereo rettet
👉 Die Zeit lesen


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