JoschAudio    
         343 m/s = natürliches HiFi-Stereo     








Die Zeit lesen


Die Grafik ist kein einfaches Bild.

Sie zeigt ein Koordinatensystem.

Auf der Startseite setzt diese Grafik den Rahmen.

So ist sie zu lesen.
Nicht als Einführung.
Sondern als Leseschlüssel.

Zeit ist die tragende Größe

Die Grafik zeigt keine Klangunterschiede.
Sie zeigt Zeitordnung.

Räumliches Hören entsteht nicht aus Lautstärke
und nicht aus Frequenzverläufen.

Es entsteht aus der korrekten zeitlichen Abfolge feinster Schallimpulse.

Nur wenn diese Ordnung erhalten bleibt,
kann unser Gehör Raum rekonstruieren.


Das Detektionsfenster (B)

Was hier dargestellt ist,
ist keine Hörschwelle.

Es ist das zeitliche Abtastfenster,
innerhalb dessen das Gehirn Schallereignisse miteinander vergleicht.

Nur in diesem Fenster kann das Gehör
Laufzeiten, Entfernungen und Raumgrößen sauber rückrechnen.

Außerhalb dieses Fensters
wird Schall nicht „leiser“ –
er wird unzuordenbar.



Das Impulsraster (C)

Das zeitliche Impulsraster des Menschen
ist die Grenze räumlicher Wahrnehmung.

Hier entscheidet sich,
ob zwei Ereignisse als getrennt erkannt werden
oder zeitlich verschmelzen.

Räumliches Hören ist daher immer Zeitdifferenz-Hören.
Nicht Pegelvergleich.
Nicht Klangfarbenbewertung.



Was im HiFi passiert (D)

HiFi scheitert nicht an Energie.
Es scheitert an Zeitstruktur.

Durch elektrische und mechanische Nebenwirkungen
werden Impulse zeitlich zusammengezogen,
überlagert oder nivelliert.

Energie ist vorhanden.
Aber ihre eindeutige zeitliche Zuordnung geht verloren.

Was bleibt, ist Schalldruck
ohne klare zeitliche Struktur.



Die Konsequenz (E)

Das Ergebnis ist keine „schlechtere Bühne“.

Es ist ein räumlich unplausibles Schallereignis.

Nicht weil etwas fehlt,
sondern weil Zeit nicht mehr eindeutig ist.

Wo Zeit nicht klar ist,
kann Raum nicht entstehen.



Der Kern
Diese Grafik zeigt nicht,
wie HiFi klingt.

Sie zeigt,
warum wir Raum nur hören können,
wenn Zeiträume intakt bleiben.


Weiterführend


Anruf
Infos