WIEDER_gabe bedeutet: noch einmal RICHTIG.
Unser Gehör besitzt keinen HiFi-Modus.
Ob im Wald, auf dem freien Feld,
in der Philharmonie oder vor Lautsprechern:
Es ordnet eintreffende Schallverläufe (343 m/s) immer nach demselben
Prinzip zeitlich ihren Ereignissen und ihrer Umgebung zu.
- Stimmt die ZEIT, stimmen die ENTFERNUNGEN.
- Stimmen die Entfernungen, stimmt der RAUM.
- Und stimmt der Raum, stehen auch die EREIGNISSE dort, wo sie hingehören.
Das funktioniert unser ganzes Leben lang beim ganz normalen Hören selbstverständlich **RICHTIG**.
Bis HiFi die Schallerzeugung übernimmt.
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Das ungelöste HiFi-Problem
Die Branche verspricht
schönere Stimmen, seidigere Höhen, druckvollere Bässe und mehr Auflösung.
Die Branche bemisst Wiedergabe in Einzelteilen.
Unser Gehör hört dagegen immer das vollständige räumliche Ereignis.
WIEDER_gabe ist keine Frage von SCHÖNER.
Wenn ein Geiger grottenschlecht spielt, ist das nicht schön.
Gibt die Anlage dieses grottenschlechte Spiel genauso WIEDER,
ist es trotzdem RICHTIG.
Denn die Aufgabe einer Anlage ist nicht,
das ursprüngliche Ereignis zu verbessern.
Sie soll es WIEDER_geben.
Und NÄHER ist auch nicht RICHTIGER.
Gerade bei der Tieftonwiedergabe wird der Unterschied deutlich.
Selbst sogenannte HiFi-Spezialisten bewerten eine Pauke gerne als besser,
wenn sie groß, mächtig und ganz nah zu hören ist.
Nur steht die Pauke im Orchester weit hinten.
Und genau diese Entfernung wahrzunehmen gehört zum ursprünglichen Ereignis.
Entfernte Instrumente klingen einfach weiter entfernt –
das ist normal und richtig.
Und sie sind natürlich auch leiser zu hören,
als nahe positionierte Instrumente
Genau so normal und natürlich hören wir unser ganzes Leben.
Bei HiFi wird diese völlig normale Entfernungswahrnehmung jedoch gerne ignoriert –
und bei Verkaufsgesprächen regelmäßig sogar als Verlust von Auflösung erwähnt.
Dabei verliert das Instrument überhaupt nicht an Auflösung.
Es bekommt In Wahrheit nur seine RICHTIGE Position im Raum wieder zurück.
Wer ein weit entferntes Instrument nach vorne holt,
hört es zwar lauter,
kann aber nicht mehr erwarten,
das ursprüngliche musikalische Gesamtereignis
wieder als RICHTIGES NEUES Musikerlebnis erleben zu können.
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Warum ZEIT entscheidend ist
Eine Stimme vorne, eine Pauke hinten, Reflexionen von Wänden und Decke oder
tausende Schallverläufe kreuz und quer durch einen Konzertsaal:
Sämtliche Schallverläufe
folgen derselben Physik. 343 m/s.
Entfernungen werden dadurch zu Laufzeiten.
Genau diese zeitlichen Beziehungen
muss WIEDER_gabe RICHTIG WIEDER_holen.
- Stimmt die ZEIT, stimmen die ENTFERNUNGEN.
- Stimmen die Entfernungen, stimmt der RAUM.
- Und stimmt der Raum, stehen auch die EREIGNISSE wieder dort, wo sie passierten.
Wird die Bewegung der Lautsprechermembranen dagegen zusätzlich
durch elektrische, magnetische oder mechanische Einflüsse mitbestimmt,
entsteht zusätzlicher, bzw. veränderter Schall.
Schall, den es im ursprünglichen Ereignis nicht gab.
Schall, der sich in dessen zeitliche Ordnung mischt.
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Zurück zur eigentlichen Aufgabe
Es geht nicht um schöneren Klang,
sondern um die Vermeidung technisch verursachter zusätzlicher Schallenergie.
WIEDER bedeutet: noch einmal.
Noch einmal dieselben Entfernungen. Dieselbe Umgebung. Dieselben zeitlichen Beziehungen.
Damit unser Gehör wieder das tun kann,
was es seit unserer Geburt ganz selbstverständlich tut:
Ganz normal ausschließlich RICHTIG hören.
Die einzige Voraussetzung
ist natürliche WIEDER_gabe – in RICHTIG.
Viele Geistesblitze beim Lesen wünscht
Josef Schönen