Warum wahre Musik-Freunde
...trotz ständig besserer Geräte
...immer weiter suchen – egal wieviel man investiert?
Die Antwort könnte überraschend einfach sein:
Weil unser Gehörsinn nicht nach HiFi sucht.
Sondern nach glaubwürdigen Ereignissen.
Viele Musikfreunde kennen dieses Gefühl:
Die Anlage wird immer besser.
Die Geräte werden immer teurer.
Die Messwerte immer beeindruckender.
Und trotzdem bleibt die Suche.
Warum?
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Argumentation in 2 Minuten verstehen?
Wer nicht länger nur HiFi konsumieren,
sondern Musik als Live_dabei_Erlebnis erleben möchte, der ist hier goldrichtig.
Noch vorab eine Einordnung:
Mir geht es um das Empfinden echter Zeitreisen.
Darum,
den ursprünglichen Ereignisraum möglichst vollständig
wieder zu erleben.
Und das können dieselben Geräte.
Es geht NICHT darum:
Wie funktioniert mein HiFi schöner?
Es geht zuallererst darum:
Wie funktioniert Homo sapiens?
Bevor wir also über HiFi sprechen
steht zunächst die fundamentalste aller Fragen:
Warum beginnt HiFi nicht einfach bei Natur und Mensch?
Denn genau dort beginnt schließlich auch das Hören.
Der eigentliche Wendepunkt entstand,
als mir klar wurde,
dass ich mein Leben lang dieselben Fragen gestellt hatte wie die HiFi-Welt.
Dabei hätte die erste Frage eine ganz andere sein müssen:
Nicht:
Wie funktioniert HiFi?
Sondern:
Wie funktioniert natürliches Hören?
Warum ist das wichtig?
Weil Homo sapiens keinen HiFi-Modus besitzt.
Dasselbe Gehör,
das Frösche,
Züge,
Gewitter,
Vogelstimmen,
Schritte
und Gespräche verarbeitet,
verarbeitet auch Musik.
Die Frage lautet also:
Welche Informationen nutzt unser Gehirn überhaupt,
um Richtung,
Entfernung,
Bewegung,
Raum
und Ereignisse zu rekonstruieren?
Die Antwort liefert uns die Natur selbst.
Seit Millionen von Jahren.
Kostenlos.
24 Stunden am Tag.
Diese Informationen entstehen aus den zeitlichen Beziehungen der Schallereignisse,
die uns mit der Schallgeschwindigkeit von etwa 343 m/s erreichen.
Aus ihnen rekonstruiert unser Gehirn fortlaufend:
- Richtung
- Entfernung
- Bewegung
- Räume
- Ereignisse
- deren Plausibilität und Glaubwürdigkeit
Warum das zuerst zählt?
Weil Homo sapiens über seinen Gehörsinn zunächst beurteilen muss:
Wo passiert etwas?
Wie weit entfernt?
Bewegt es sich?
Ist es relevant?
Gefahr oder Sicherheit?
Erst danach interessieren uns Klangfarben,
Stimmen,
Musikgeschmack
oder persönliche Vorlieben.
Deshalb ist Wiedergabe nicht nur eine Geschmacksfrage.
Sondern zunächst eine biologische Rechenaufgabe.
Und genau dort beginnt für mich die eigentliche Diskussion über HiFi.
Nicht bei Geräten.
Nicht bei Preisen.
Nicht bei Marken.
Sondern bei der Frage:
Wie funktioniert natürliches Hören?
Denn erst wenn wir verstehen,wie Homo sapiens Schall überhaupt auswertet,
können wir sinnvoll darüber sprechen,
wie glaubwürdig Wiedergabe sein kann.
Nothing else matters