Evolution und Biophysik sind meine Zeugen.
Wenn HiFi-Hören räumlich nicht mehr vom realen Hören zu unterscheiden ist, ist jede Diskussion beendet.
Ein Ohr misst. Zwei Ohren hören. HiFi misst...
und verwechselt seit über 50 Jahren Messbarkeit mit Wirklichkeit.
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Diese Homepage ist kein Meinungsbeitrag. Sie ist die Konsequenz dessen,
was die HiFi-Industrie in den letzten Jahrzehnten
hervorgebracht hat:
Dass wir uns wundern,
warum HiFi-Musik nicht lebt wie das Leben.
Wenn HiFi tatsächlich funktionieren würde, gäbe es dieses Hobby längst nicht mehr.
Nicht, weil Musik erledigt wäre –
sondern weil Zufriedenheit das Ende jedes Upgrade-Zyklus ist.
Dass das nicht passiert, hat einen Grund. Er liegt nicht in fehlender Technik.
HiFi scheitert nicht an Geräten. Es scheitert an einem Denkfehler.
Der Irrtum des „Ein-Ohr-Ereignisses"
Unser Hören ist das Ergebnis von Millionen Jahren Evolution.
Es arbeitet zweiohrig (binaural), zeitlich, vergleichend.
Die HiFi-Branche dagegen behandelt Schall bis heute
als Ein-Ohr-Ereignis:
- Einfach messbar
- Wertvoll fürs Marketing
- Aber grundfalsch
Man optimiert Schallenergie (Frequenzgang, Pegel),
statt die zeitliche Ordnung zwischen
zwei Ohren
zu bewahren, denn Raum entsteht nicht im Ohr.
Raum, Schall und Zeit –
das physikalische Grundmodell
Raum entsteht zwischen den Ohren. Raum entsteht durch zeitlich richtig ankommende
Schallimpulse zwischen zwei Ohren – allein durch ihre zeitliche Differenzierbarkeit.
Schall selbst trägt keinen Raum als Eigenschaft.
Die Luft-Schallmatrix
Man kann sich seine dreidimensionale Umgebung als eine Luft-Schallmatrix vorstellen-
und Schallereignisse entstehen nicht kontinuierlich,
sondern als zeitlich begrenztes Ereignis:
- Es hat einen klaren Ursprung.
- Es beginnt.
- Es breitet sich mit etwa 343 m/s aus.
- Es dauert an.
- Und es endet.
Davor war nichts. Danach ist nichts.
Keine Füllung. Keine Dauerenergie. Nur Zeitverlauf.
Schallereignisse als „Pfeile“
Jedes dieser Ereignisse lässt sich als Schallpfeil in der Luft-Schallmatrix denken:
- Kurze Pfeile bei Schlägen, Klicks und Transienten.
- Lange Pfeile bei Stimmen, Streichbögen und Hallfahnen.
Die Dicke des Pfeils beschreibt die Energie (Lautstärke).
Die Länge und Form beschreiben seinen zeitlichen Verlauf.
Der Pfeil selbst besteht aus unzähligen zeitlich geordneten Mikro-Impulsen.
Nicht seine Lautstärke erzeugt Realität, sondern die Unversehrtheit
seines zeitlichen Verlaufs:
Beginn, Andauern und Abklingen als kohärente Einheit.
Wie Raum tatsächlich entsteht
Raum entsteht ausschließlich daraus:
- Wann Schallimpulse beide Ohren erreichen (Differenzzeit).
- Wie lange das Ereignis exakt andauert.
- Wie stabil seine zeitliche Ordnung bleibt.
- Wie konsistent diese Zeitstruktur zwischen beiden Ohren ist.
Wird dieser zeitliche Verlauf auch nur minimal verformt, verliert der Schallpfeil seine räumliche Eindeutigkeit. Nicht, weil er leiser wird – sondern weil seine zeitliche Verortung in der Luft-Schallmatrix unplausibel wird.
Wir hören keine Wellen.
Wir hören Ereignisse.
Unser Hörsystem verarbeitet permanent hunderte Schallpfeile parallel:
Stimmen, Reflexionen, Schritte.
Und wir verorten alles zugleich mühelos, weil ihre zeitliche Ordnung intakt ist.
Der Begriff „Schallwelle“ ist dafür nur ein vereinfachtes Rechenmodell. Er beschreibt Energie,
aber nicht die zeitliche Eindeutigkeit realer Ereignisse.
Für reales Hören ist der Begriff Schallpfeil treffender:
Ein zeitlich begrenztes, gerichtetes Ereignis mit eindeutiger Herkunft und innerer Zeitstruktur.
Warum HiFi dennoch fast immer scheitert
Räumlich echtes Hören über eine HiFi-Anlage ist physikalisch möglich.
Eine Membran erzeugt Schall – und Schall gehorcht immer denselben Zeitgesetzen.
Es gibt keine andere Physik für „HiFi-Schall“.
Dass HiFi dieses Ziel fast nie erreicht, liegt nicht an der Technik an sich.
Es liegt daran,
dass die zeitliche Ordnung der Schallpfeile bereits vor der Membran zerstört wird.
Durch das Eigenleben realer Betriebszustände in den Geräten – elektrischer, mechanischer
und materialbedingter Art – werden die Pfeile:
- Verlängert (Verschmierung)
- Verwaschen (Unschärfe)
- Verdickt (Energie-Aufblähung)
Serienmäßig. Fast immer.
Der Kern
Ohne Energie kein Hören.
Ohne zeitliche Ordnung kein Raum.
HiFi scheitert nicht daran, Schall zu erzeugen.
Es scheitert daran, Schall zeitlich unversehrt zu lassen.
Worum es wirklich geht:
Unser Gehör ist kein Messinstrument.
Es ist ein biophysikalisch evolviertes System,
das Schall über Energie und Zeit bewertet –
aber Raum ausschließlich aus zeitlicher Ordnung und Kohärenz ableitet.
Jede zusätzliche, unkontrollierte Schwingung stört dieses System –
die Physik nennt das Elektron-Phonon-Streuung.
Das Paradoxon der Größe
Man könnte einwenden: Diese Bewegungen sind viel zu klein, um hörbar zu sein. Stimmt – wenn man in Amplituden denkt. Falsch – wenn man in Zeit denkt.
Es geht nicht um die Kraft der Schwingung, sondern um die Zerstörung der zeitlichen Symmetrie.
In der (Quanten-)Welt der Elektron-Phonon-Streuung reicht der kleinste Impuls,
um die Ordnung des Signalflusses zu brechen.
Das Gehör misst keine Millimeter. Es misst die Integrität der Zeit.
Und dort bedeutet „winzig“ bereits das Ende der Kohärenz.
Ein unbequemer Zusammenhang
Dass Natur und Biophysik im HiFi ignoriert werden, ist kein Zufall.
Es ist ökonomische Logik. Damit das System funktioniert, müssen psychologische
Muster greifen, die bereits Sigmund Freud beschrieben hat:
- Denkvereinfachung statt Erkenntnis.
- Status statt Wahrheit.
- Wiederholung statt Erfahrung.
Die Branche hat sich daran gewöhnt,
Zusammenhänge nicht zu Ende zu denken.
Business as usual. Denn echtes Verstehen würde zu
Zufriedenheit führen
– und dein Zufriedensein ist kein Geschäftsmodell.
Was diese Seite von dir verlangt
Diese Seite beginnt nicht bei Geräten und endet nicht bei ihnen.
Sie beginnt bei der Evolution deines Hörens.
Ich verlange:
- Keine Zustimmung.
- Keinen Glauben.
- Keinen Kauf.
Ich verlange nur die Bereitschaft,
das eigene Hören ernster zu nehmen als Prospekte.
Wenn du das willst:
Lies gerne weiter. Wenn nicht: Diese Seite hält dich nicht auf.
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Josef Schönen
Mehr gibt es nicht.