JoschAudio    
         343 m/s = natürliches HiFi-Stereo     


Warum High-End beeindruckt

– aber trotzdem unecht anmutet


High-End scheitert nicht an Qualität.


Es scheitert an der Zeitauflösung am Ende der Wiedergabekette.
Je besser eine Anlage ist,
desto perfekter wird ein grundsätzlich
zu grobes Zeitpaket wiedergegeben.



Was am Ende der Kette passiert


Im Folgenden beschreiben die Begriffe 


  • „vereinheitlichte Impuls-Pakete“,
  • „wiederholte Durchschnittsenergie“ und 
  • „zeitliche Vergröberung“


dasselbe physikalische Phänomen.



Am Ende einer HiFi-Kette werden
zeitlich vereinheitlichte Impuls-Pakete
immer wiederholt an die Membranen geliefert.


Diese Pakete entsprechen in ihrer zeitlichen Ausdehnung
typischerweise Schallwegen im Meterbereich
(Größenordnung: etwa 6–8 m)


Bei einer Schallgeschwindigkeit von 343 m/s
entspricht das:
0,018–0,023 Sekunden
also etwa
40–55 zeitliche Updates pro Sekunde.



Warum HiFi spektakulär klingt

- und warum es trotzdem nicht lebendig anmutet.


Für viele Höreigenschaften benötigt unser Gehör
nur vergleichsweise wenige zeitliche Updates:


  • Tonhöhen
  • Lautstärke
  • Klangfarben
  • Dynamik


Diese Eigenschaften sind bereits
mit etwa 20–30 Updates pro Sekunde
sauber erfassbar.


Mit 40–55 Updates pro Sekunde
liegt „gutes Hifi“ also deutlich über
der Wahrnehmungsschwelle
für diese nachrangigen Merkmale.


Das Ergebnis:
👉 Alles ist hörbar.
👉 Alles wirkt vollständig.
👉 Der Klang kann durchaus beeindrucken.



Warum es trotzdem nicht lebendig klingt

Für echte Raum-Ortung
– also Richtung und Entfernung –
nutzt unser Gehör
keine Pegel
und keine Klangfarben.


Es nutzt zeitliche Unterschiede
im Bereich von:


3–4 mm Schallweg
≈ 9–12 Mikrosekunden


Diese Zeitauflösungen liegen im Bereich
etablierter psychoakustischer Forschung.


Rechnerisch entspricht das:


Zehntausenden zeitlicher Ereignisse pro Sekunde
≈ 70 000 Updates



Der Vergleich


High-End: ca. 40–55 Updates / Sekunde
Räumliches Hören: bis ca. 70 000 Updates / Sekunde


Der Unterschied ist nicht graduell.
Er ist dimensional.



Warum höhere Abtastraten das Problem nicht lösen

Diese Betrachtung beschreibt
keine Abtastrate
und keine interne DAC-Frequenz.


Ein DAC wandelt weiterhin
mit kHz-Sampleraten.



Seine analoge Ausgabe bleibt kontinuierlich.
Die Balken der Grafik auf der vorherigen Seite
Die Zeit lesen“ beziehen sich dort auf den Bereich E.


Sie zeigen keinen technischen Takt.
Sie symbolisieren die zeitliche Vergröberung
wiederholter Durchschnittsenergie

als vereinheitlichende Wirkung auf die zeitliche Struktur
sämtlicher Schallereignisse:


Wie lange derselbe Mittelwert

wiederholt wird,
weil keine neue zeitliche Unterscheidung
im Signal ankommt.


Zeitverlust entsteht hier
durch Vereinheitlichung
nicht durch zu niedrige Sampleraten
und nicht durch fehlende Energie.



Warum zufällige höhere Update-Raten nichts ändern

Und wenn vereinzelt
500 oder 1 000 Updates pro Sekunde
die Membranen erreichen?


Das ändert nichts Wesentliches.


Die zeitliche Erneuerung, 

das Update der zu wiederholenden Membranimpulsierungen 

auf wenige cm Schallweg zu realisieren ist erst richtig hilfreich.



Der Kern

High-End liefert
genug zeitliche Updates,
um Musik spektakulär zu hören.


Es liefert zu wenige Updates,
um Musik wie lebendig zu hören.


Unser Gehör registriert das
nicht als Fehler.


Sondern als
Abwesenheit von Lebendigkeit.


Darum wird der Zeitverlust
nicht als Mangel wahrgenommen –
sondern als
„perfekter Klang,
eben nur HiFi-typisch, 
eben ohne echtes Leben“.



Einordnung

Die HiFi-Branche erfüllt alle etablierten Kriterien zu einer

Bewertung in Mono, die sie selbst definiert hat. 


Das sind:


• Frequenzgang
• Pegel
• Verzerrungen
• Dynamik




Ein Bewertungskriterium für
zeitliche Differenzierbarkeit auf 

Basis von Stereo
existiert bis heute nicht.


Was fehlt, ist kein Gerät.
Was fehlt, ist Zeit in der Musik.



Wer verstanden hat,

warum High-End-HiFi beeindruckt
und sich trotzdem unlebendig anhört,
ist bereit für seinen nächsten Schritt:



weiterführend:


Die Luft-Matrix - zur Schallübertragung

Wie man Stereo rettet - die Lösungen zur Zeitrettung





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