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   Echtes Hören ist richtige Zeitberechnung   

Warum Zeitwahrnehmung über echtes Hören entscheidet

(Und warum man einen Rechenfehler nicht mit Lametta behängen kann)


Weil unser Gehör im echten Leben auf präziser Verarbeitung zeitlicher Abfolgender beruht, 

muss echte Musikwiedergabe genau diese Struktur im Hörraum rekonstruieren.


Da gibt es keine Abkürzung.


Denn unser Gehirn bewertet Schall zuerst nach zeitlicher Plausibilität. 


Und weil diese zeitliche Verarbeitung ganz am Anfang jedes Hörereignisses steht, 

ist die Zeitwahrnehmung eine Grundvoraussetzung echten Hörens.


Hier gilt das unerbittliche Gesetz der Naturwissenschaft:


In der Physik führen Fehler 

am Anfang einer Berechnung zwangsläufig zu falschen Ergebnissen.




Die logische Konsequenz für HiFi:

Beim Hören kann keine spätere, noch so teure und aufwendige „Klangschönheit“ korrigieren, 

was zeitlich bereits ganz vorne an der Membran falsch verarbeitet wurde.


Zeitfehler können später zwar mit viel Mühe kosmetisch reduziert werden —

ihr schädlicher Einfluss auf das Gesamtergebnis bleibt jedoch im Fundament bestehen.




Klangkosmetik versus das echte Ereignis

Wenn die zeitliche Struktur des Schalls die glaubwürdige räumliche Verortung von Ereignissen 

nicht mehr mitträgt, verkommt High-End-HiFi zur reinen Klangkosmetik:


Es wird nur noch am Verschönern des Klangs gearbeitet — 

anstatt unserer Wahrnehmung ein biologisch plausibles Ereignis anzubieten.


Das eigentliche Problem in der Praxis ist: 


Technische Korrekturen im Nachhinein können zwar bestimmte Fehler reduzieren —

erzeugen dabei fast zwangsläufig neue Nebenwirkungen.


Kurz gesagt: 

Das ist physikalisch oft nichts anderes, als ein Loch mit einem anderen Loch zu stopfen.




Die Stärke der Vorbeugung

(Oder: Wenn die Lautsprecher plötzlich verschwinden)


Wenn es dagegen gelingt, Zeitfehler gar nicht erst entstehen zu lassen — 

also die ursprünglichen Strukturen und Eigenschaften des Schalls aus 

dem ursprünglichen Ereignisraum im Hörraum wieder so bereitzustellen, 

dass sie für unsere wahrnehmenden Köpfe biologisch plausibel bleiben — 


dann passiert das eigentliche Wunder:


Selbst mit exakt denselben Lautsprechern verschwindet 

die typische HiFi-Erkennbarkeit.


  • Wir hören nicht mehr Lautsprecher.


  • Wir hören auch nicht mehr „guten Klang“.


Übrig bleibt das Ereignis.




Warum ich mich damit beschäftige

Die Physik theoretisch möglichst konsequent zu Ende zu denken, 

um die Ursachen solcher Zeitfehler vorbeugend zu vermeiden,


 ist mein Hobby.


Zum Glück

kann ich viele dieser Überlegungen nicht nur theoretisch durchdenken, 

sondern auch praktisch umsetzen.


Denn viele Zusammenhänge werden überhaupt erst sichtbar, 

wenn man sie baut, hört, verändert — 

und notfalls auch mal wieder verwirft.


Dafür hat man schließlich eine Werkstatt 

und keine zwei linken Hände! 😉



Weiterführend: 

Warum „schöner Klang“ nicht reicht


Oder direkt zu Problem und Lösung:

Nebenwirkungen und Gegenphysik 



Denn nicht „schöner Klang“ entscheidet über Echtheit —
sondern die glaubwürdige Zeitstruktur des Schalls.

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